Zum Konzert in Boms vom 15.10.2011 folgen der Artikel und das Foto in Kürze.
Zum Konzert in Wangen vom 30.10.2011 folgt der Artikel in Kürze.
Zur CD-Vorstellung auf der Oberschwabenschau 2011 folgt der Artikel in Kürze.
Zum Konzert im Kornhaus in Bad Waldsee am 9.9.2010:
Schwäbische Zeitung, 11.9.2010:
Konzert ^
Lieder aus aller Welt erklingen

Im Kornhaus in Bad Waldsee zeigte „Saitencocktail" den gekonnten Umgang mit verschiedensten Instrumenten. Foto: Karl Butscher
BAD WALDSEE - In der Reihe „Musik im Kornhaus" kündigte Rainer Klass vom Museumsverein im gut besetzten Saal einen musikalischen „Saitencocktail" an. Angereichert wurde dieses „Getränk" des Quartetts mit Liedern und Tänzen aus aller Welt und typischen Dialektliedern aus dem voralpenländischen Liedgut, vorgetragen vom „Saulgauer Dreigesang".
Von unserem Mitarbeiter Karl Butscher
Schon zwei erfolgreiche Liederabende mit Werken von Schubert und Schumann hatten in der Vergangenheit im Kornhaus das Publikum begeistert. Und nun geht die Reihe "Musik im Kornhaus" weiter.
Mit „Lied des Meeres", einer „Kreuzpolka" aus Ungarn und einem „Ländler aus Schwaben" eröffnete „Saitencocktail" (Birgit Fuchs:
Zither, Hackbrett, Flöte, Gitarre, musikalische Leiterin) das Konzert. Als weitere „Mixer" wirkten mit: Ann-Marie Fuchs: (Gitarre), Diana Röss: (Hackbrett, Gitarre, Flöte), Hans Greißing: (Kontragitarre, Kontrabass) und Johannes Auer (Bongo), Nach diesem klangvoll vitalen und doch lyrischen, instrumentalen Auftakt mischte der „Saulgauer Dreigesang" (Anja Heggenberger-Lutz: Sopran, Beate Rimmele: Mezzosopran und Barbara Wagerer: Alt) mit den drei schwäbischen Liedern "I bin a Schwob", „Schö singe" und „Ob l sing".
Klassisch ausgebildete Sänger
Und sie sangen schön, temperamentvoll, mimisch und stimmlich ausdrucksvoll, von Birgit Fuchs stimulierend an der Zither begleitet. Wohl kein Zufall, da alle drei Sängerinnen klassisch ausgebildet sind und aktiv als Musiklehrerinnen , Chorleiterinnen und Solistinnen wirken. Nach soviel Musik zeichnete die Dialektdichterin Erika Walter aus Tettnang, die auch moderierte, in Worten schwäbische Mentalität und Lebensart nach. Belohnt wurde sie vom Publikum durch kräftiges Lachen. Zwei Beispiele: „Mei Freindin ist Witwe, s'alloisei ist schwer. Mei Rot, dur doch en Liebhaber her. Sie moint, höchstens ambulant, aber it stationär". Oder „Der Bauer hockt dusse, auf der Bank an der Schusse, unter em Baum mit Nusse, in da Most fällt a Nuss. Schluß". Nach dem Thema „Schwaben" wurden die Berge mit einem Steierischen Tanz und dem Landler „auf der Wankalm" instrumental besungen. Vor der Pause stellte der Dreigesang mit „Mariekäferle", „Ridi didl" und „Engelwirls Tonele" die Liebe in den Mittelpunkt.
Seine musikalische Breite zeigte „Saitencocktail" im zweiten Teil des Programms. Nicht nur traditionelle Stubenmusik, sondern auch Weisen aus Irland und Finnland, eine Polka aus Schweden und ein „Tango Argentino" begeisterten das lebhaft mitgehende Publikum 50-plus. Beim „Dreigesang" wurde „Schwäbische Ordnung" thematisiert: „Wenn mei Weib am Butza isch" oder „Mei Muadr bacht Küachla". So wurde fast wahr, was im letzten Lied angesprochen wurde: „I gang it hoim, bis hellelet und mei Muadr schellelet",
Beifallfreudiges Publikum
Ein vergnüglicher Abend mit vielfältigen Stilen und Themen, nuancenreich gespielt und gestaltet vor einem beifallfreudigen Publikum. Weihnachtliches haben „Saitencocktail" und „Dreigesang" für den 4. Dezember versprochen. Wieder werden die Musiker im Kornhaus auftreten.